∞ Lieblingszitat ∞

"Jene, welche die Geschichte missachten, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen."

-"The Iron Thorn - Flüsternde Magie" von Caitlin Kittredge

Sonntag, 20. März 2016

Rezension: Bis(s) zum Morgengrauen & Bis(s) in alle Ewigkeit (Stephenie Meyer) #Jubiläumsausgabe [Hörbuch]






Feiert mit uns das zehnjährige Jubiläum von „Biss zum Morgengrauen“! In dieser Sonderdoppelausgabe ist sowohl der erste Band von Stephenie Meyers „Biss“-Saga als auch eine überraschende Neuerzählung des Romans enthalten – „Biss in alle Ewigkeit“.
Dieses Buch ist als Wendebuch konzipiert. Es enthält über 400 Seiten neuen Lesestoff und ist mit einem speziell veredelten Schutzumschlag und außergewöhnlichem Doppelcover ausgestattet. Lasst euch aufs Neue von dieser romantischen Liebe verzaubern.
In „Biss in alle Ewigkeit“ erzählt Stephenie Meyer die Geschichte über Bella und Edward mit umgekehrten Vorzeichen und lässt die Leser den Kultroman auf ganz neue Weise erleben: ein Teenager und eine Vampirin verstricken sich in eine Liebe gegen jede Vernunft – und bieten „Biss“-Fans neuen Lesestoff mit Suchtpotenzial.
„Biss zum Morgengrauen“ hat seit seiner Veröffentlichung 2005 (in Deutschland 2006) Millionen von Lesern in seinen Bann gezogen. Mit 155 Millionen verkauften Exemplaren weltweit ist die „Biss“-Saga bis heute einer der größten internationalen Bucherfolge überhaupt und hat darüber hinaus genreprägend gewirkt. Die Geschichte von Bella und Edward ist längst ein moderner Klassiker, der wesentlich zur Popularität der romantischen All Age-Literatur beigetragen hat. „Biss zum Morgengrauen“ stand u. a. auf Platz 1 der New York Times Bestsellerliste, wurde als Time Magazine Young Adult Book of all Times und als New York Times Editor`s Choice ausgezeichnet. 
Zur „Biss“-Saga gehören außer „Biss zum Morgengrauen“ die Bände „Biss zur Mittagsstunde”, „Biss zum Abendrot“, „Biss zum Ende der Nacht“, „Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner“ und „Die Welt von Bella und Edward – Das Biss-Handbuch“.
Bis(s) zum Morgengrauen:
Bella und Edward - die Geschichte einer berauschenden, berückenden, betörenden Liebe, einer Liebe gegen jede Vernunft. 

Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Bella ihren Umzug nach Forks, einer langweiligen, ständig verregneten Kleinstadt in Washington State, kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den geheimnisvollen und attraktiven Edward kennenlernt. Er fasziniert sie, obwohl irgendetwas mit ihm nicht zu stimmen scheint. So gut aussehend und stark wie er kann kein gewöhnlicher Mensch sein. Aber was ist er dann?

Bis(s) in alle Ewigkeit:
Die Geschichte von Bella und Edward im Geschlechtertausch. Bella ist jetzt Beaufort und Edward heißt Edythe. 

Bis(s) zum Morgengrauen:
Ja, als ich damit angefangen habe, Bis(s) zum Morgengrauen nochmal zu hören, sind mir einige Sachen aufgefallen, die ich so von den Büchern nicht mehr in Erinnerung hatte. Das liegt natürlich auch daran, dass es schon ein bisschen her ist, als ich die Bücher gelesen habe und hauptsächlich noch die Handlung der Filme im Gedächtnis hatte.

Bei Bella ist mir tatsächlich anfangs ins Auge gestochen, dass sie nicht von Anfang an so  komplett unsicher und total unfähig ist, wie ich dachte. Genau das war ja meistens die Kritik der Leser, die Bella nicht mögen. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ihr sowieso schon geringes Selbstbewusstsein durch Edward immer mehr verschwunden ist. Als er das erste Mal auftaucht, fängt sie an, sich mit ihm zu vergleichen. Sie bewundert ihn wie einen Gott und lässt ihn alle Entscheidungen treffen, während sie tut, was er will. Sie fängt an für ihn zu lügen, um ihn zu beschützen und sie hat mehr Angst davor, sich vor ihm für ihre Ungeschicktheit zu blamieren, als alleine mit ihm im Wald zu sein.

Edward ist mir im Gegensatz dazu hier sehr anklagend Bella gegenüber vorgekommen, Er spielt den Überbeschützer, was sie ja sehr an ihm mag, aber er scheint auch von oben auf sie herab zu schauen. Teilweise behandelt er Bella, als wäre sie total bescheuert und hält sie für dumm und total unfähig. Außerdem erwartet er immer sofort von ihr, dass sie ihm verzeiht, wenn er ihr Angst macht und seine abrupten Stimmungswechsel, die Bella erkennt, sie aber nur als anstrengend empfindet, wirken auf den Leser einfach nur nervig. Edward bezeichnet Bella als "Dummerchen" und trifft alle Entscheidungen für sie, obwohl sie sich eventuell anders entschieden haben könnte. Mir kommt es so vor, als tut Bella alles für Edward, obwohl er sich, meiner Meinung nach, ihr gegenüber wie ein Arschloch verhält. Ich hätte Edward an Bellas Stelle längst verlassen. 

Zu den anderen Charakteren ist mir nochmal sehr stark aufgefallen, wie eifersüchtig Mike wirklich auf Edward ist. Er ist tatsächlich sehr besitzergreifend und er würde Jessica jeder Zeit für Bella links liegen lassen.

Bis(s) in alle Ewigkeit:
Mit Bis(s) in alle Ewigkeit habe ich etwa ab der Hälfte von Bis(s) zum Morgengrauen angefangen. Irgendwann ging mir Edward so auf die Nerven, dass ich es einfach nicht mehr hören konnte. Also habe ich, nachdem ich kurz in den Anfang rein gehört habe, die entsprechende Stelle in Bis(s) in als Ewigkeit gesucht und ab da weiter gehört. 

Beaufort - Beau genannt - hat anfangs sehr viel Ähnlichkeit mit Bella. Anfangs war mir das wirklich zu anstrengend, denn wie ich auch in einer anderen Rezension gelesen habe, ist ein Mädchen, das total unsicher und ungeschickt ist nervig, aber ein Junge ohne Selbstbewusstsein ist leider nur anstrengend und peinlich. Als ich aber dann an der späteren Stelle eingesetzt habe, ist mir aufgefallen, dass Beau sich entwickelt hat. Ja, er war immer noch nicht der selbstbewussteste Typ, aber er hat einen anderen Charaktere angenommen, als Bella. Außerdem hat es mir im Verlauf besser gefallen, einen Typen zu haben, der seine wunderschöne Freundin über alles liebt, als ein Mädchen, das ihren Freund anhimmelt, der sich wie ein Arschloch verhält. Vielleicht ist das nur die Sicht eines Mädchens auf die Situation, aber so ging es mir jedenfalls dabei :) 

Edythe hat meiner Meinung nach auch eine besondere Entwicklung durchgemacht. Auch sie hat ihre Ähnlichkeiten mit Edward größtenteils hinter sich gelassen und wurde zu einem süßen Mädchen an der Seite von Beau, die alles tut um ihren menschlichen Geliebten zu beschützen. Außerdem finde ich, es ist etwas anderes, wenn ein Mädchen zu ihrem Freund sagt, der sei ein "Dummerchen", als wenn ein Junge das zu seiner Freundin sagt. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass Edythe Beau am Ende wirklich seinen eigenen Willen lässt. 

Zu den anderen Charakteren möchte ich nur mal kurz sagen, welche Namensänderungen mir am Besten gefallen haben. Wunderschön fand ich Carine Cullen für Carlisle Cullen. Royce für Rosalie und Archie für Alice haben mir auch wirklich gut gefallen. Auch sehr schön fand ich Bonnie für Billy Black, und natürlich Jules für Jakob. Als letztes, was natürlich klar war, Victor für Victoria und Joss für James haben mir auch sehr gut gefallen.

So Achtung, wer nicht gespoilert werden will, bitte NICHT lesen! :)

Ich wollte nochmal kurz sagen, dass mir das Ende von Bis(s) in alle Ewigkeit sehr gut gefallen hat. Ich hatte, als ich von der Idee gehört habe, die Befürchtung, dass man sich am Ende des Buches im Kopf die Geschichte von Beau und Edythe weiterspinnen würde, was ja nicht möglich ist, weil weder Edythe noch Beau schwanger werden könnten. Ich war tatsächlich überrascht, dass sich Stephenie Meyer für ein alternatives Ende entschieden hat, bei dem Beau selbst darüber entschieden hat, ob er ein Vampir werden möchte oder nicht. Was mir auch super gefallen hat war, dass am Ende nochmal Bonnie und Sam vorkamen, aus dem Verdacht, der Vertrag wäre gebrochen worden. Letztendlich fand ich, dass das Ende die Geschichte von Beau und Edythe nochmal schön abgerundet hat, wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt. Gut fand ich auch, dass dadurch gezeigt wurde, dass auch für Bella klar war, dass sie sowieso irgendwann ein Vampir werden würde. Alice hatte sie von Anfang an als Vampir gesehen und dachte bereits zu Beginn, dass sie durch James Biss zu einem werden würde. Bei Bis(s) in alle Ewigkeit wurde für mich also die alternative Zukunft von Bella gezeigt, dass sie eben auch früher hätte zum Vampir werden können. So wie es Edward immer sagt, Alice' Visionen sind subjektiv und können sich verändern. Oder sie treffen ein, wie es hier der Fall ist. 
Beaus Stimme als Vampir fand ich nochmal sehr verführerisch. Sie ist stärker und härter geworden und man hat gemerkt, dass durch diese Verwandlung sein Selbstbewusstsein gestiegen ist. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings doch: Ich fand es sehr schade, dass am Ende nichts mehr über Beaus Gabe gesagt wurde bzw. er sie noch nicht wirklich hatte. 

Zum Hörbuch möchte ich nochmal kurz sagen, dass mir die Stimme von Annina Braunmillen-Jest am Anfang nicht ganz so gut gefallen hat. Da sie ja auch die deutsche Synchronsprecherin von Bella in den Filmen ist, hatte ich leider auch deshalb immer wieder die Handlung der Filme im Kopf. Von Jacob Weigert war ich allerdings sehr begeistert! Seine Stimme für Beau hat mir von Anfang an wirklich gut gefallen und ich finde, sie hat super zu ihm gepasst. Was mir allerdings bei beiden nicht so gut gefallen hat, war dass sie ihre Stimme bei Edward bzw. Edythe verändert haben. Bei Edward ging es noch, weil Annina Braunmillen-Jests Stimme eigentlich noch gut in Richtung männliche Stimme ging. Bei Jacob Weigert hat sich das allerdings angehört wie eine sehr mädchenhaft Stimme, bei der man das Gefühl hatte, hier spreche ein Mann eine Frau und versuche sie dabei lächerlich zu machen. Generell hat es mir allerdings gefallen, wie schön beide Sprecher Edward/Edythe sehr altmodisch haben klingen lassen. Natürlich war das von der Wortwahl durch Stephenie Meyer schon gegeben, aber ich fand es sehr schön, wie die beiden das auch umgesetzt haben. 

Also das Cover finde ich ja wirklich wunderschön. Abgesehen davon, dass mir die englische Variante der Bis(s)-Saga sowieso immer viel besser gefallen hat, finde ich es toll, dass auch hier wieder der Apfel zum Vorschein kommt. Die Hand ist keine weibliche mehr, wie bei Bella und Edward, sondern eine männliche für Beau. Dass der Apfel jetzt grün ist, gefällt mir am Besten, das zeigt irgendwie, dass es sich hier um eine etwas andere Geschichte handelt, obwohl es doch irgendwie noch die gleiche ist. Meiner Meinung nach sehr gut gelöst.


Ich kann dennoch sagen, dass die Bis(s)-Saga natürlich legendär war. Allerdings verliert sie bei erneutem Lesen ihren Hauch von Faszination, den ich damals verspürt habe, als ich die Reihe zum ersten Mal gelesen habe. Mir sind einfach dieses Mal Dinge aufgefallen, an die ich mich gar nicht in dieser Weise erinnert habe. Tatsächlich kann ich Bis(s) in alle Ewigkeit nur denjenigen empfehlen, die keine zu großen Erwartungen an das Buch hatten. Wer hier tatsächlich mit der Erwartung an eine neu aufgelegte Geschichte heran geht, wird enttäuscht. Allerdings gibt es am Ende eine kleine Überraschung, die mir sehr gut gefallen hat und wegen derer ich sagen muss, gebt der Ausgabe eine Chance! Auch als Hörbuch kann ich die Ausgabe nur wärmstens empfehlen, denn Annina Braunmillen-Jest und besonders Jacob Weigert haben hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Bis(s) in alle Ewigkeit hätte von mir 4 Sterne bekommen, da mir Bis(s) zum Morgengrauen allerdings nicht mehr so gut gefallen hat, bekommt das Buch insgesamt von mir nur 3 Sterne. 

Ich möchte jetzt wissen, wie ihr den Geschlechtertausch fandet! 
Habt ihr die Jubiläumsausgabe schon gelesen? Wenn ja, was hat euch gefallen, was ich?
Wenn nein, habt ihr vor sie zu lesen? Oder ward ihr von Anfang an abgeneigt? Warum? 




Hardcover: € 24,99
ebook: € 17,99
Hörbuch gekürzt (Amazon): € 24,99
Hörbuch gekürzt (Audible): € 17,95
Hörbuch ungekürzt (Audible): € 39, 95
Verlag: Carlsen
Seiten: 848 (HC)
Stunden gekürzt: 23h 39min
Stunden ungekürzt: 31h 1min
ISBN: 978-3-551-58500-4


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen