∞ Lieblingszitat ∞

"Jene, welche die Geschichte missachten, sind dazu verdammt, sie zu wiederholen."

-"The Iron Thorn - Flüsternde Magie" von Caitlin Kittredge

Sonntag, 17. April 2016

Rezension: Das Licht von Aurora (Anna Jarzab) Band #1


Titel: "Das Licht von Aurora"
Autor: Anna Jarzab
Verlag: Loewe
Genre: Jugendroman (Fantasy)
Seiten: 1133 (ebook)
Reihe: "Das Licht von Aurora" (Band 1)
Beendet: 16.04.2016
Hardcover: € 17,95
ebook: € 12,99
ISBN: 978-3-7855-7950-3
Mehr dazu: Amazon  Loewe Verlag



"Ich hatte nicht das Gefühl, als würde er nach Aurora gehören.
Ich hatte eher das Gefühl, als würde er zu mir gehören, egal wo ich war.
Aber das lag ja nicht in meiner Hand und in seiner auch nicht."

Schon immer wollte die 16-jährige Sasha in die Rolle ihrer liebsten Romanheldinnen schlüpfen und Abenteuer in fernen Welten erleben. Nicht ahnend, dass die Geschichten ihres Großvaters über Parallelwelten tatsächlich wahr sind, landet sie plötzlich unfreiwillig in Aurora - einer modernen Monarchie. Neben einem Leben am Hofe erwartet Sasha hier auch die ganz große Liebe. Doch Palastintrigen und Verrat drohen ihre Träume zu zerstören...

Ausgerechnet am Abend ihres Abschlussballs nimmt das Leben der 16-jährigen Sasha eine ungewöhnliche Wendung: Sie wird in die Parallelwelt Aurora entführt, in der eine moderne Monarchie herrscht. Als wäre das nicht schon genug, muss sie sich auch so schnell wie möglich in das Leben am Hof eingewöhnen, denn die Prinzessin von Aurora ist verschwunden - und Sasha gleicht ihr aufs Haar.

(THOMAS JENSEITS VON AURORA)
"Es war nicht leicht, sich an diesen Himmel ohne Polarlichter zu gewöhnen."
(Nicht ganz der erste Satz, aber der Schönste aus den ersten Abschnitten)

Der Klapptext lässt ja irgendwie auf eine Art Prinzessinnen-Geschichte schließen. Ich kann dazu aber ganz klar sagen, dass das auf den zweiten Blick wieder ganz anders aussieht. 
Meiner Meinung nach gibt der Klapptext hier eine nicht ganz richtige Sicht auf das Buch. Es ist nicht so, dass Sasha noch als 16-jähriges Mädchen davon träumt, eine Prinzessin zu sein. Sie ist eher ein ganz normaler Teenager, der mit den alltäglichen Problemen einer Schülerin, zum Beispiel den richtigen Partner für den Abschlussball zu finden, konfrontiert ist. Als sie in Aurora ankommt, ist das mit Sicherheit kein schönes Leben am Hofe, das sie genießen kann. Denn schließlich ist sie aus einem bestimmen Grund an diesen Ort gekommen.
Ich muss sagen, dass mir die Geschichte wirklich gut gefallen hat. Ja, anfangs hat sie sich ein bisschen gezogen, aber wenn man sich wirklich auf das Buch eingelassen hat, konnte es auch begeistern. 
Die Protagonistin Sasha hat, aus meiner Sicht, einen ganz besonderen Charakter. Von anderen habe ich gehört, dass sie sie als naiv eingeschätzt haben. Dabei muss ich ihnen zwar für ganz am Anfang recht geben, aber ich denke, Sasha hat ihre Situation im Schloss dann wirklich sehr souverän gemeistert. 
Die Situation auf der Erde war eigentlich eher eine unseriöse, die keine wirklich große Rolle gespielt hat und ich denke, sie hat noch nicht Sashas wirklichen Charakter und vor allem ihre Charakterstärke gezeigt. Erst, als die Situation auf dem Hof wirklich ernst zu sein scheint, nimmt ihr Charakter Züge an, die wirklich sehr reif sind. Sie denkt nach und ich finde, sie ist keiner dieser Protagonisten, die einfach nur nervig sind. Ich finde Sasha sehr interessant und sie versucht wirklich einiges, um das zu erreichen, was ihr wirklich am Herzen liegt.

Und mal ganz ehrlich? Wer ist denn nicht wenigstens ein ganz kleines bisschen naiv, wenn er / sie verliebt ist? ;)

Zum gesamten Buch kann ich sagen, dass es auf jeden Fall gelungen ist. Anna Jarzab hat eine Welt erschaffen, die mir einfach super gut gefällt. Wie auch im Ersten Satz erwähnt, gibt es in Aurora Polarlichter und alleine diese Tatsache finde ich wahnsinnig faszinierend und wunderschön zugleich. Thomas ist ein so liebenswürdiger Charakter! Und obwohl man schon von Anfang an manchen Charakteren gegenüber eine gewisse Abneigung hegt, ist man trotzdem ein kleines bisschen überrascht. 
Vor allem die Beschriftung der Kapitel und deren Gestaltung ist mir ans Herz gewachsen. Anfangs war ich etwas verwirrt, was jetzt wozu gehört und was das alles soll. Aber gegen Ende hin versteht man irgendwann, was das alles für eine Symmetrie hat. Außerdem hebt das Runterzählen der Tage, die Sasha in Aurora verbringen soll die Spannung massiv an. 
Allerdings fand ich es zum Ende hin sogar doch ziemlich vorhersehbar. Trotzdem hat es mir wirklich gut gefallen! Nur das Ende fand ich persönlich ja total doof :D 
Und (auch) deshalb freue ich mich riesig auf die Fortsetzung :)

Das Cover ist wirklich schön gestaltet worden und gefällt mir sehr gut. Das Prinzessinnenkleid passt natürlich super zum Inhalt und die Polarlichter im Hintergrund zu Aurora. Die in der Nacht beleuchtete Stadt finde ich auch sehr hübsch und gibt dem ganzen Cover nochmal einen Kick. Ich denke aber, man muss zwei Mal hinsehen, um zu erkennen, wie schön das Cover eigentlich ist, da die dunklen Farben der Polarlichter das Buch erstmal leicht unscheinbar wirken lassen.

Ich weiß bereits, dass das Buch einigen nicht wirklich gefallen hat, da es sich ihrer Meinung nach gezogen hat und nicht den gewissen Kick hatte. Andere haben mehrere Male angefangen zu lesen und sind anscheinend nicht über eine bestimmte Stelle hinaus gekommen, was ich sehr schade finde. 
Trotzdem würde ich gerne wissen, wie ihr das Buch findet.

Habt ihr es gelesen? Hat es euch gefallen? Warum? Warum nicht?
Kennt ihr es schon? Habt ihr vor, es zu lesen?
Oder habt ihr es eben erst kennengelernt? Was ist euer erster Eindruck? Seid ihr interessiert? :) 

Mein Fazit zeugt von Begeisterung! :) 
Ich kann absolut nicht nachvollziehen, warum das Buch einigen nicht gefallen hat.
Es ist eine wunderschöne Geschichte, die in einer Welt spielt, die Anna Jarzab wirklich gut gestaltet hat. Ihre Charaktere hat sie wirklich sehr gut dargestellt und viele unterschiedliche zusammengeführt.
Ich kann die Geschichte von Sasha in Aurora nur jedem Fantasy-Fan empfehlen, der einen Hauch von Prinzessinnen-Geschichten liebt.
Ich gebe zu, dass das Ende dann doch relativ vorhersehbar war, aber das hat der Handlung und dem Ende keinen Abbruch getan. 
Es gibt zwar einen kleinen Cliffhanger, aber angesichts der Tatsache, dass es eine Reihe ist, ist dieser meiner Meinung nach nicht ganz so schlimm. :) 

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